Sonntag, 13. September 2015

reparabel

Nach dem negativen Erlebnis mit dem Matching- Number Motor habe ich mir den zweiten Motor angeschaut. Nach der Demontage der Ventildeckel konnte ich schon das erste Mal aufatmen. Die Nockenwellen sehen viel besser aus, Öl ist auch noch vorhanden und die Blende bei der Gehäuseentlüfutng ist auch richtig (vertikal) eingebaut.


Um den Kopf vom Block zu trennen bin ich wieder nach den selben Arbeitsschritten vorgegangen wie bei vorherigen Motor. Grosse Überraschungen tauchten glücklicherweise nicht auf, so dass der Kopf nach kurzer Zeit abmontiert war. Was man nun zu sehen bekam, sah auch nicht so schlimm aus wie bei defekten Motor. Die Brennräume waren zwar alle verrusst, aber besser als verrostet. Auch konnte ich keine Risse oder andere Defekte erkennen. Um wirklich sicher zu sein, werde ich nach dem Strahlen noch eine Rissprüfung vornehmen.


Der nächste erfreuliche Anblick war der, der Kurbelwelle nach der Demontage der Ölwanne. Die Kurbelwelle, die Ölpumpe und die weiteren sichtbaren Elemente waren alle mit Öl überzogen und sahen gar nicht so schlecht aus. Jetzt konnte ich mich also um die weiteren Demontagearbeiten kümmern. Da war einerseits der Ölfilter und andererseits auch noch die Zündung welche entfernt werden mussten.


Danach habe ich mich dann aber um den Zylinderkopf gekümmert. Beim Auseinanderbau habe ich darauf geachtet, alle Teile direkt so hinzulegen wie sie am Kopf verbaut waren. Die Lagerbrücken sind zwar alle durchnummeriert, aber schaden kann dies sicherlich nicht. Vor dem Ausbau der Nockenwelle habe ich erst noch das axiale Spiel mit der Fühlerlehre geprüft, welches nicht mehr als 0.11-0.2mm haben darf. Als die Nockenwellen draussen waren, konnte ich nun die Masse der Lagerzapfen (25.4mm -0.13-0.25mm) mit der Schieblehre und anschliessend direkt auch noch das Spiel der Stössel (0.02-0.5mm) auch mit der Fühlerlehre überprüfen. Alle Masse waren sehr gut innerhalb der Toleranzen und die Teile konnten für die weitere Bearbeitung verpackt und beschriftet werden. Leider konnte ich die Ventile noch nicht entfernen, da mein Ventilfederspanner leider nicht an diesen Kopf passt.


Nach dem Einsatz des von viel Hitze am Schwingungsdämpfer konnte die Schraube gelöst und der Dämpfer abgezogen werden. Damit die Kurbelwelle auch am hinteren Ende frei ist, habe ich dort den Kupplungsdeckel, den Kupplungsbelag und das Schwungrad entfernt. Jetzt konnte ich die Steuerketten demontieren in dem erst der Deckel entfernt wird. Nun muss man den hydraulischen Kettenspanner mit einem Inbusschlüssel entspannen und dann abschrauben. Nach dem Lösen der Schraubensicherungen konnten auch die vordere und die hintere Rädersatzplatte abgenommen werden um anschliessend alle Teile einzeln vor sich zu haben. Auch diese Teile machen alle einen guten Eindruck.


Jetzt konnte ich die neu benötigten Teile ausfindig machen und auflisten. Für den Kopf benötige ich sicher einmal alle Lagerschalen, einen kompletten Dichtungssatz, die Hülsen für die Lagerbrücken, ein paar Bolzen für die Ansaugbrücke, den an beiden Motoren fehlenden Drehzahlsensor sowie einen Chromschrauben- Satz. Bei den Steuerketten beschaffe ich einen Steuerkettensatz mit hydraulischem Spanner, allen Schraubensicherungen, Ölfilter, den Schwingungsdämpfern, den Dichtungen sowie neue Buchsen für die Zahnräder.

Als nächstes wird nun noch die Ölpumpe (deren Ersatzteile habe ich schon) und die Kurbelwelle sowie Pleuel und Kolben entfernt. Nach der Demontage der Ventile mit Federn können die Teile gereinigt und, falls erforderlich, gestrahlt werden. Dann lasse ich den Kopf und den Block begutachten und entscheide dann ob der Zylinder aufgebohrt wird oder neue Zylinderbuchsen verbaut werden. Auch den Einsatz von gehärteten Ventilsitzen für den Einsatz von bleifreiem Benzin muss ich mir noch überlegen.

Bis Dahin werde ich aber immer wieder Zwischendurch die verwendbaren Teile vom defekten Motor überholen und zum Verkauf anbieten.

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