Sonntag, 9. Juni 2013

Montage Vorderachse

Bevor ich mit der Vorderachse fortfahre, habe ich mich am Schweissgerät ausgetobt. Das Reparaturblech des vorderen Bodens musste verbreitert und verlängert werden. Deshalb wurden je zwei Bleche auf Länge geschnitten und abgekantet. Nach dem Entfernen des Schutzlackes, konnte ich mit dem Schweissen beginnen. Unter fachlicher Aufsicht und Instruktion durch den Karosseriespengler konnte ich das erste Mal zwei Bleche miteinander verschweissen. Nach ein paar Schweisspunkten ging es dann schon ein wenig besser. Natürlich mussten, nach dem Schleifen der Schweissnähte, einige Punkte nachträglich gesetzt werden um die Naht dicht zu bekommen.


Aber nun zur Vorderachse. Es bedurft doch einige Zeit bis alle Teile mit den vier Schichten Ovatrol- Chassislack lackiert waren. Da zwischen jedem Anstrich mindestens sechs Stunden gewartet werden musste, ging der gesamte Vorgang entsprechend lange. Doch das Ergebnis macht Freude und einen guten Eindruck.



Damit alle überarbeiteten und neuen Teile wieder montiert werden können, muss natürlich auch der Achsträger entsprechend überarbeitet werden. Das heisst, dass dieser Sandgestrahlt und anschliessend lackiert werden muss. Leider ist unsere Sandstrahlkabine nur 1.30m breit, der Achsträger aber ca. 1,20m. Somit hat dieser zwar platz, aber an den Seiten und anderen Stellen kann dieser kaum gestrahlt werden. Dazu ist es einfach zu eng. Deshalb habe ich die Bereich gestrahlt, welche ich erreichen konnte und sah mich für eine andere Lösung um.


Die Lösung wurde dann relativ schnell gefunden. Die Malerei Moritz AG hat mir den Achsträger in ihrer riesigen Sandstrahlkabine gestrahlt und anschliessend schwarz pulverbeschichtet. Mit der Pulverbeschichtung habe ich ein super Ergebnis bekommen und erst noch viel Zeit gespart. und das Beste, alles zu einem super Preis.


Jetzt konnte ich also mit der Montage beginnen. Als Erstes habe ich die Bremsscheiben an die Naben geschraubt und anschliessend die neuen Lager sowie den neuen Simmering aus dem Repair Kit kräftig eingefettet und verbaut. Ich habe aber nicht nur die neuen Lager eingefettet, sondern auch die Schrauben damit die nicht einfach innert kürzester Zeit neu anrosten.

 
Nach den beiden Naben waren die Achsschenkelträger dran. Bei diesen habe ich erst die unteren Kugelgelenke zusammengebaut. Auch hier habe ich ein Reparaturkit verwendet, welches alle erforderlichen Teile beinhaltet. Um die Manschette anschliessend fest darüber zu bekommen, brauchte es doch ein wenig Fingerspitzengefühl, da es doch eine Fummelei war.


Um die oberen Lenker zu befestigen, wurden neue Halterungen mit Gewinden gemacht. Diese sind aus Edelstahl und sollte nun nicht mehr wegrosten. Die vorherigen haben dies so gemacht und konnten nicht mehr gerettet werden. Auch die Schrauben musste ich alle ersetzen.



Nach der Montage der vorderen und hinteren Montagebrücken um die Vorderachse an der Karosserie zu befestigen, habe ich noch bei allen Teilen mit Buchsen diese gefettet und mit der Presse die neuen Buchsen eingepresst. Die unteren Lenker habe ich dann mit der neuen Stange am Achsträger befestigt und leicht verschraubt. Diese Schrauben darf man erst festziehen, wenn das Fahrzeug fertig auf dem Boden steht. Natürlich werden diese Schrauben speziell gekennzeichnet damit sie später nicht vergessen gehen. Alle festgezogenen Schrauben erhalten dann noch einen roten Schraubensicherungspunkt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen