Samstag, 1. September 2012

Schleiftest

Bevor ich Unmengen von Schleifpapier für den Exzenterschleifer kaufe, wollte ich erst einen Test mit verschiedenen Körnungen durchführen. Dies einerseits von Hand, andererseits mit der Maschine. So kann ich herausfinden welches die beste Körnung für die Lackentfernung ist.  Als Ziel habe ich mir vorgenommen, grosse Flächen mit dem Exzenterschleifer, kleinere mit dem Dreieckschleifer, noch kleinere von Hand oder mit einem Lackentfernungsgel zu bearbeiten. Was dann noch übrig bleibt, wird sandgestrahlt.
Für den Test habe ich mir erst einmal eine Fläche am Dach abgeklebt um dort die Körnungen 80, 120, 180, 240 und 320 zu testen. Natürlich geht das abschleifen bis aufs blanke Blech nicht so schnell wie man sich das wünschen würde, aber irgendwann ist es geschafft. Man sieht nun schön den Aufbau. Von den Grundierungen, dem original Schwarz, der nicht mehr originalen Grundierung für die aktuelle rote Lackierung.


Die Kombination von 120er Schleifpapier für den ersten Durchgang und 240er für das Nachschleifen hat sich als beste Kombination herausgestellt. 80er hinterlässt zu grobe Kratzer welche später mühsam überarbeitet werden müssen. 320er ist für den zweiten Durchgang zu fein und der Unterschied zum 240er ist nicht so gravierend. Damit das Blech nicht direkt mit einer Rostschicht überzogen wird, habe ich die blanken stellen nach einer Reinigung natürlich sofort mit Grundierung versehen.
Da ich mich nun warm geschliffen habe, wollte ich mich noch um eine merkwürdige Stelle kümmern. Es geht um den Bereich vor der A-Säule. Normalerweise ist dort ein kurzes Stück Zierleiste angebracht. Nicht so aber bei meinem. Es fehlen aber auch die Löcher zur Befestigung der Zierleisten im Blech, so dass ich dachte, dort wurde gespachtelt. Da mir dies schon beim Kauf auffiel, habe ich natürlich sofort den Magneten hingehalten. Dieser klebte aber sofort am Blech, so dass dort sicher keine Spachtelmasse sein konnte. Nun wurde es also Zeit, an dieser Stelle bis aufs Blech zu schleifen. Es kam zum Vorschein, dass es hier nur eine rote Lackschicht über der Grundierung gab, jedoch aber keine originale schwarze Lackierung. Dies ist ein Indiz mehr, dass der Wagen einmal einen Unfall gehabt haben muss. Die Befestigungen der vorderen Stossstangen sind nämlich auch verbogen.


Da ich noch ein wenig Zeit übrig hatte, rückte ich mit dem Spachtel dem Unterbodenschutz zu Leibe. Dieser lässt sich, dort wo er fettig ist, relativ leicht mit dem Spachtel entfernen. An den trockenen Stellen wird aber der Elektrospachtel zum Einsatz kommen. Innert kürzester Zeit habe ich aber ein grosses Stück des Bodens sauber bekommen. Die Details müssen dann aber mit Verdünner oder Bremsenreiniger vom Schmutz befreit werden. Da nun auch hier das blanke Blech zu sehen ist, müssen auch diese Bereiche mit Grundierung versehen werden.


Die nächsten Male werde ich mich also um die Unterseite kümmern, bis diese schön blank und anschliessend grundiert ist.

Kommentare:

  1. Hey Oli
    Einfach super, was Du da machst, und dass Du das auch beschreibst. Vieles ist für mich Bahnhof, aber ich liebe alte Autos. Ich wünschte, ich hätte auch so viel Geduld wie Du.

    Gruss
    Torsten

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  2. Hallo Thorsten
    Danke, Danke! Neben der Geduld braucht es auch noch eine verständnissvolle Frau :-)
    Gruss
    Oliver

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