Samstag, 7. Juli 2012

Nicht mehr auf eigenen Beinen

Das letzte grosse Element welches noch an der Karosserie ist, ist die Hinterachse. Diese zu demontieren wird mich wahrscheinlich nicht vor unlösbare Probleme stellen. Also los geht's!

Aber es fing schon beim Aufbocken des hinteren Teils an. Ich wollte den Wagen vor den vorderen Befestigungspunkten der Blattfedern auf Böcke stellen. Da der Wagen Vorne schon auf Böcken stand und ich Hinten mit dem Wagenheber das Auto in die Höhe hievte, hebt sich das Auto auch Vorne von den Böcken. Also stellte ich das Auto auf die hinteren Träger. Ich musste aber schon sehr nahe an die Längsträger, da auf der rechten Seite der Herr Rost schon mächtig Hunger gehabt hat.
Auf der linken Seite konnte ich den Träger nicht verwenden, da dieser zu 90% gar nicht mehr da war. Also stellte ich den mittleren Aufnahmepunkt der Blattfeder auf dem Unterstellbock ab. Nun konnte die eigentliche Arbeit beginnen.

Damit man an die Hinterachse herankommt und dort richtig arbeiten kann, werden als erstes die Räder demontiert. Die Nabenmutter habe ich erst mal richtig mit WD40 versorgt, so dass das Lösen relativ einfach ging.

Das Einfache als erstes: Die Bremsleitung trennen. Da ich sowieso alle Schläuche ersetze, habe ich den Bremsleitungsschlauch einfach abgeschnitten. Nun musste noch die Verbindung zur Handbremse gelöst werden. Dazu muss einfach ein Bolzen am Umlenkmechanismus entfernt werden.

Die Stossdämpfer entfernt man, indem man im Kofferraum die Muttern am oberen Ende der Stossdämpfer entfernt. Nun kann man das Selbe unten am Fahrwerk machen. Die Stossdämpfer muss man nun nur noch zusammendrücken und kann diese dann herausnehmen.


Bevor wir nun die Stabilisatoren entfernen, habe ich die Hinterachse unter dem Differenzial mit einem Wagenheber abgestützt. Die Stabilisatoren lassen sich durch einfaches Lösen einer Schraube entfernen. Keine grosse Sache.

Nachdem der Panhardrod entfernt wurde - dessen Aufnahme war so etwas von verrostet, dass er nur noch auf dem Träger auflag -, kann die Achse so weit wie möglich abgesenkt werden um die Blattfeder vollständig zu entlasten.



Die Achse hält nun nur noch an zwei Schrauben durch die Enden der Blattfedern. Wenn diese gelöst sind, kann die Achse durch ein wenig Hin und Her bewegen gelöst und auf die Seite weggezogen werden.


Nun steht das Auto nicht mehr auf seinen eigenen Beinen und hat nur noch wenige, kleine Anbauteile an der Karosserie. Diese werde ich aber erst mit Hilfe meiner neuen Errungenschaft  - ja, ihr erfahrt bald was es ist - demontieren. Ich muss aber dafür noch einen kleinen Bügel bauen.

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